Freitag, 29. Juli 2011

[Statistik] Juli 2011 - Die Zeit nach der Zeit

Statistik Juli 2011
Inzwischen bin ich doch dazu übergegangen, meine Statistiken monatlich zusammenzufassen. Dieser Beitrag ist allerdings vorgeplant, denn zurzeit mache ich einen Kurzurlaub in London!
Erwartet nächste Woche erst wieder Beiträge und Berichte. Aber zu den Statistiken bzw. zunächst zu den Zahlen:

Im Juli haben mich 1.033 Voyeure besucht. Davon stammen 91% aus deutschsprachigen Ländern - um genau zu sein: 73% aus Deutschland und 18% aus Österreich. Die restlichen 9% verteilen sich auf Länder wie Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten, Russland oder Spanien. Auch die (deutschsprachige?) Schweiz und Luxemburg waren vertreten!

Der meistgelesene Artikel in diesem Zeitraum war: "[Award] Du bist einfach unersättlich". Die meisten Besucher erreichten mich über Sinje Blumensteins Blog und fanden mich bei Suchmaschinen über "bücher die man gelesen haben muss". Der merkwürdigste Suchbegriff war "im bus entjungfert". Ähm, ja.

Und natürlich möchte ich meine neuen Leser begrüßen. Inzwischen sind es 41 - also stehen wir kurz vor der ultimativen Antwort zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest - frei nach Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis". Jedenfalls, herzlich Willkommen an:

paralauscher.blog


Katze mit Buch


 Die Bücherdiebin


 Ami Li Misaki

PS: Solltet Ihr mir über einen anderen Reader folgen, so dass Ihr mir einfach nicht angezeigt werdet, schreibt mir bitte hier im Kommentar und ich erwähne euch liebend gern!

Mittwoch, 27. Juli 2011

[Männer, lest!] Eine Mutter berichtet

Der "Männer, lest!"-Button
Bereits seit einigen Wochen läuft meine Aktion Männer, lest! und inzwischen darf ich vermelden, eine erste Leserreaktion erhalten zu haben: Anja, Mutter und Ehefrau, berichtet von persönlichen Erfahrungen:

Wenn man sich in der Buchhandlung umsieht, wen sieht man dort hauptsächlich? Bei den Kinder- und Jugendbüchern: Mädchen bis 16-17 Jahre, Jungen bis 10-11 Jahre. Bei den Erwachsenen: Frauen: ab ca. 18 Jahre, Männer ab ca. Mitte 30. Es fällt auf, dass die Herren zwischen 12 und Anfang 30 nicht sehr gut vertreten sind. Wie kommt das? [...]
Darüber gibt es unterschiedlichste Ansichten. Ihre persönliche Meinung kann im Bericht auf ihrem Blog Buchmelodie nachgelesen werden.

Danke für die Einsendung!

Montag, 25. Juli 2011

[Stöckchen] Bücherallerlei

Ein nettes Stöckchen habe ich bei Janas Books And More gefunden, das ich mir hiermit mal übernehme. Es ist schon ein paar Monate her, aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch:

Gebunden oder Taschenbuch?
Ganz eindeutig Taschenbücher. Klein, praktisch, passen in ... nun, jede Tasche. Das Volumen ist ein ganz klarer Vorteil. Gebundene Ausgaben sind zwar optisch sehr attraktiv, mir aber meist zu wuchtig.
 
Amazon oder Buchhandel?
Das ist ganz unterschiedlich. Momentan ist es keines von beiden, denn ich hab ziemlich viele Rezensionsexemplare bekommen, die natürlich durchgearbeitet werden wollen. Sonst ist es meist Amazon, wenn ich genau weiß, welchen Titel ich bestellen will. Aber ich liebe es, einfach durch die Bücherhandlungen zu ziehen und meinen Blick schweifen zu lassen; oder in der Kiste mit den Mängelexemplaren bzw. Restposten zu kramen.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Eindeutig Lesezeichen! Meist welche von der Buchhandlung selbst, aber gelegentlich auch spezielle. Früher hatte ich für lange Romanreihen eigene Lesezeichen, die ich nur für die jeweilige Reihe verwendet habe und die ein ähnliches Design hatten wie das Hauptthema der Reihe; bspw. für Republic Commando ein Klonsoldaten-Lesezeichen.
Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Früher alphatbetisch nach Titel, heute ... nun "kreativ geordnet". Mehr, ähm, möchte ich dazu nicht schreiben.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Behalten oder verkaufen. Spenden auch gern mal. Aber nie, nie wegwerfen. Ein Buch wirfst du nicht weg, du gibst es im Bestfall nur an einen neuen Besitzer.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Natürlich behalten. Die Schutzumschläge sind immer sehr schön gehalten. Sonst hätte ich bei gebundenen Ausgaben nur ein schwarzes Buch mit dem geprägten Titel. Das sieht zwar edel aus, ist aber auch etwas langweilig.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Zunächst lese ich mit Schutzumschlag und nutze ihn für die ersten paar Seiten auch gleich als Lesezeichen. Dann entscheidet bei mir die Lust und Laune. Manchmal nehme ich ihn ab, manchmal lasse ich ihn dran.
 
Kurzgeschichte oder Roman?
Unentschieden. Im Normalfall lieber einen Roman, aber ich kann mich auch mit einer guten Kurzgeschichte anfreunden. Mit "Die Haarteppichknüpfer" gelang es Andreas Eschbach zudem, einen Roman zu schreiben, der aus Kurzgeschichten besteht. Der perfekt Hybrid!

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Müde. Wenn ich müde bin, kann ich nicht weiterlesen. Gelegentlich höre ich dann auch mitten im Kapitel auf, weil es sich einfach nicht mehr lohnt. Ich würde in meinem erschöpften Zustand gar nicht mehr mitbekommen, was eigentlich gerade passiert. Ich würde quasi im Leerlauf lesen, aber mir nichts behalten.

"Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder "Es war einmal"?
Ich habe zwar mit den Star-Wars-Romane immer wieder die "Es war einmal ... vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis", aber generell mag ich doch von den dunklen und stürmischen Nächte lieber lesen.

Kaufen oder leihen?
Sowohl als auch. Ich kaufe gern Bücher, aber leihe sie mir auch gern aus. Gelegentlich kam auch zuerst das eine, dann das andere. George Orwells 1984 steht bspw. in meinem Regal als Kaufexemplar, nachdem ich es zunächst aus der Bücherei ausgeliehen hatte.

Neu oder gebraucht?
Gern neu, aber ich habe auch kein Problem mit bereits Gelesenem.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Schwierig. Auf Bestseller vertraue ich fast gar nicht - zudem man dann fast ins Gesicht geschrien bekommt, dass man dieses Buch ja unbedingt kaufen müsse! Da sträube ich mich schon.
Rezension ist immer hilfreich, so lange sie nicht zu viel vom Inhalt verrät, so dass ich das Buch selbst doch noch lesen möchte.
Eine Empfehlung ist immer gut, dann aber eine persönliche.
Und Stöbern tue ich ohnehin immer gern. So bin ich schon auf einige sehr gute Sachen gestoßen.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Es kommt auf den Cliffhanger an. Ich möchte schon gern, dass der Hauptplot der Geschichte gelöst wird, aber sehe auch gern kleine Cliffhanger bei den Charakteren; bspw. in einem Abenteuerroman, in dem es den beiden Helden - dem mutigen Archäologen und der gewitzten Journalistin - gelingt, den Pharao-Rubin vor dem bösen Artefaktsammler zu retten. Das Abenteuer ist überstanden und beide haben festgestellt, dass sie einander doch ganz gut leiden können und vielleicht noch mehr zwischen ihnen existiert. Und hier möchte ich offengelassen wissen, wie sich die Beziehung entwickelt. Diese Art von Cliffhanger sagt mir zu.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Meist nachts, die anderen Tageszeiten habe ich keine Muße oder Lust dazu. Morgens bin ich zu verschlafen, mittags zu hungrig/satt.

Einzelband oder Serie?
Sowohl als auch, wenngleich in den letzten Jahren der Trend zu Einzelbänden geht, da sich einige Serien doch ziemlich dehnen können

Lieblingsserie?
Das ist schwierig, da bislang jede Serie ihre Hochs und Tiefs für mich hatte. Jedoch gefiel mir Drew Karpyshyns "Darth Bane"-Trilogie von Star Wars sehr gut und ich mochte die Geschichten, die in Andreas Eschbachs "Haarteppichknüpfer"-Universum spielen.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Andreas Eschbach kennen zwar viele, aber seinen Roman "Quest" dürften nicht allzu viele gelesen haben.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
"1984" von George Orwell. Fantastisches Buch!

Welches Buch liest du gegenwärtig?
"Die Bürde des Blutes" von Sara Pinborough habe ich gerade beendet; Rezension hier. Und momentan lese ich "Der Ganymed-Club" von Charles Cheffield.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Gibt es nicht. Das schwankt immer wieder - und vielleicht habe ich es noch gar nicht gelesen!

Lieblingsautoren?
Andreas Eschbach, Matthew Stover, Drew Karpyshyn, Douglas Adams, Timothy Zahn, Karen Traviss und viele weitere, die ich gerade vergessen habe.

Donnerstag, 21. Juli 2011

[Rezension] "Die Bürde des Blutes"

(Wien 2011; Verlag Carl Überreuter; Autor: Sara Pinborough; Übersetzer: Catrin Frischer; 479 S.; 16,95 €)


 

Klappentext

Inspector Cass Jones hat es gleich mit mehreren spektakulären Mordfällen zu tun. Zum einen erschüttert eine mysteriöse Mordserie London. Der Täter hinterlässt Botschaften auf den Körpern seiner Opfer. Zum zweiten sind zwei Schuljungen offenbar in eine Schießerei zwischen rivalisierenden Banden der Londoner Drogenmafia geraten. Und dann hat auch noch Cass’ jüngerer Bruder Selbstmord begangen. Es verdichten sich die Anzeichen, dass alle Todesfälle miteinander zusammenhängen. Die Spur führt zu einem transnationalen Finanzkonsortium, das einfach Die Bank heißt und die schwächelnden Staaten nach den Wirren der Finanzkrise gestützt hat. Die Ermittlungen führen Cass Jones nicht nur ins labyrinthische Innere der Bank, sondern auch tief in seine eigene Vergangenheit …
Rezension

Mit diesem Roman hatte ich ziemlich zu kämpfen. Sara Pinborough war mir bislang nur dadurch bekannte, dass sie für die britische SF-Serie "Torchwood" einige Begleitromane schrieb. Doch da ich weder diese las, noch mich sonderlich mit der Autorin beschäftigte, startete ich blauäugig in diesen Roman.
Und er langweilte mich. Anfangs war er so überhaupt nicht spannend, völlig konfus geschrieben und der Hauptcharakter Cass Jones ein unausstehlicher Stereotyp eines verrohten Polizisten; wohingegen seine weiblichen Kollegen allesamt glaubwürdiger und mitfühlender geschildert wurden als er oder auch nur ein anderer seiner männlichen Kollegen oder er selbst.

Doch etwa ab der Mitte des Romans, als man sich dem Fliegenmörder konkret zuwandte, wurde die Handlung endlich stringenter und das Buch sogar richtig spannend zu lesen. Das Ende möchte ich aus diversen Gründen nicht vorgreifen; vor allem jedoch aus dem, dass sich der Konsum sonst kaum noch lohnen würde.
Gelangweilt hat mich der Roman nicht unbedingt - er hat mich aber auch nicht gefesselt. Das ist nun eine ganz subjektive Meinung und sollte keineswegs ein ablehnender Kaufgrund sein, denn unterhaltsam ist das Buch schon. Nur hatte ich so meine kleinen Probleme mit einigen der Charaktere, vor allem Cass Jones selbst, der mir stellenweise doch zu stereotyp geschrieben wurde.

Dem Verlag Carl Überreuter an dieser Stelle vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
 Kurzbewertung

Bis zum Mittelteil stellenweise sehr konfus, danach durchaus spannender Thriller. Ausweitung auf eine Trilogie hätte nicht sein müssen.

Freitag, 15. Juli 2011

Nenn mich Dozent, Baby!

Früh übt sich der Dozent (Quelle)
Schon seit Jahren höre ich es und man schlägt es mir um die Ohren: Ich solle doch Lehrer werden. Werte Damen und Herren, reicht Ihnen für den Anfang der Begriff Dozent? Denn ab Herbst dieses Jahres bin ich einer.

An den beiden Volkshochschulen meiner Heimatregion werde ich einen Kurs in Creative Writing bzw. Kreativen Schreiben unterrichten.
Wird es ein Flopp, dann weiß ich, dass dieser Bereich des Bildungssystems doch nichts für mich ist. Wird es ein Erfolg, dann könnte ich meine Gedanken konkretisieren, vielleicht wirklich einmal Dozent zu werden.
Doch wie auch immer, ich bitte euch:

Verbreitet die Kunde! Macht mich viral!

Kann man von sich behaupten, gut schreiben zu können? Ist man damit bereits ein Schriftsteller? Und muss man dann nicht alles wissen über Protagonist und Prämisse? Oder was „in medias res“ von „ab ovo“ unterscheidet – ja, das kann sicherlich helfen. Aber dieser Kurs auch! Denn er bietet Klärung für alle diese Fragen.

Weitere Infos findet Ihr auf den folgenden Seiten:


SEMINARDATEN


Kurs D862: "Schreib ich gut - Für Autoren und Laien"
Kreisvolkshochschule Saalekreis, Am Saalehang 1, Merseburg; 7./14.11.2011; je 18:00-20:15 Uhr




Kurs R3102: "Schreib|gut - für Autoren und Laien"

Volkshochschule Halle, Oleariusstr. 7, Halle (Saale); 21./28.11.2011; je 18:00-20:15 Uhr

    Donnerstag, 14. Juli 2011

    [Rezension] "Der Nobelpreis"

    (Bergisch Gladbach 2005; Bastei Lübbe; Autor: Andreas Eschbach; 555 S.; 22,90 €)
     

    Klappentext


    Sie wollen den bedeutendsten Preis der Welt manipulieren: den Nobelpreis. Sie entführen das Liebste, was du hast: deine Tochter. 
    Doch sie haben nicht mit dir gerechnet! 
    Ich komme nicht durch ein Kabel, ich komme durch die Tür. Ich knacke keine Passwörter, ich knacke Schlösser. Ich bin nicht darauf angewiesen, dass es einen Zugang gibt zu den Informationen, die meine Auftraggeber interessieren, ich bahne mir meinen Zugang selbst.

    Rezension

    Bei vielen Büchern wird die Wahl eines personalen Erzählers, in diesem Fall Ich-Erzähler, bemängelt oder kritisiert. Und ein solcher Erzähler sollte auch nur gewählt werden, wenn es die Geschichte verlangt. Denn die Gefahr ist groß, dass er den Leser schnell langweilt - oder schlimmer: ihn stört.
    Doch Andreas Eschbach ist es auf wunderbare Weise gelungen, das zu verhindern. Gunnar Forsberg ist ein interessant geschriebener Charakter, der mich auf den über fünfhundert Seiten nicht gelangweilt hat - oder schlimmer: mich störte. Zugegebenermaßen hat mich seine Kindheit im Waisenhaus weniger interessiert - und glücklicherweise wird sie auch nur erwähnt, wir bekommen keine Flashbacks zu lesen.

    Auf die Geschichte selbst will und kann ich kaum eingehen, ohne einen Großteil der Spannung zu nehmen. Es kommt jedenfalls zu einem ganz großen Zwist und einer überraschenden Auflösung. Auch wenn ich ab der Buchmitte einen unbestimmten Verdacht hatte, so gelang es Eschbach doch bravuröus, mich im Dunkeln zu lassen. Das steigerte das Lesevergnügen nochmal und ließ mich das etwas andere Happy End genießen.
    Und gerade bei Eschbach ist das mitunter eine Seltenheit, denn seine Romane enden gern auch einmal offen oder haben kein befriedigendes.

    Kurzbewertung

    Ein interessanter Start, ein gutes Ende - ein guter Roman. Sehr empfehlenswert!

    Montag, 11. Juli 2011

    [Statistik] Das Wort zum Sonntag, KW 27

    Da fehlt was...!
    Langsam wird es zu einer Tradition, aber auch nur, weil sich drei neue Leser gefunden haben. Leute, wollt Ihr euch mich wirklich antun? ;-)

    Also, zu den Zahlen:

    Es hat sich zur Vorwoche kaum etwas verändert. Wieder etwa 350 Besucher, diesmal jedoch aus vorrangig europäischen Nationen. Nach Deutschland und Österreich kamen die Vereinigten Staaten, die Schweiz, Russland und Italien. Leider kein Süd-Sudanese diesmal; zumal Google das Land auf seiner Weltkarte noch gar nicht eingezeichnet hat! Ich bin schockiert!


    Witzige Suchbegriffe gab es leider keine, dafür war der beliebteste Blogartikel "[Award] Du bist einfach unersättlich!" -inzwischen weiß ich ja, dass Ihr mich nur wegen meines Körpers wollt! *zunge rausstreck*
    Ich denke, demnächst werde ich die Statistik doch auf ein monatliches Level umlegen. Dann lohnt es sich mehr, daraus zu berichten. Und ich kann mit beeindruckenderen Zahlen angeben!

    Und natürlich sind, zuletzt, noch die neuen regelmäßigen Leser begrüßt:

    beipackzettelleserin


    1000 Worte


    Stephanie

    PS: Solltet Ihr mir über einen anderen Reader folgen, so dass Ihr mir einfach nicht angezeigt werdet, schreibt mir bitte hier im Kommentar und ich erwähne euch liebend gern!

    Samstag, 9. Juli 2011

    [Männer, lest!] Studiert das Buch?

    Hiermit stelle ich die Frage an alle, die sie mir beantworten wollen: Was studiert ihr? Was lernt ihr? Was arbeitet ihr? Was macht Ihr mit Büchern?
    Hat es mit Büchern zu tun oder ist es etwas gänzlich anderes?

    Ich selbst studiere ab Herbst Germanistik, aber habe zuvor eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Meine Ausbildung selbst hatte mit Büchern also herzlich wenig zu tun, mein Studium (zu dem auch das Fach "Deutsche Sprache und Literatur" gehören wird) hingegen wird bücherlastig. Und in meiner freien Zeit bin ich zudem als Schriftsteller aktiv - eventuell bald mit meinem ersten verlegten Roman! 

    Man kann mir also die Bücherliebe durchaus ansehen. Wie steht es nun mit euch? Im Zuge der "Männer, lest!"-Aktion will ich den Austausch auf diesem Gebiet natürlich auch fördern!

    [Rezension] "Gene Roddenberry's Andromeda - Der Schatz der Perseiden "

    (D 2002; Verlag vgs; Autor: Jürgen Heinzerling; 170 S.; 12,90 €)



    Klappentext

    Tarn-Vedra, der Mutterplanet des ehemaligen Commonwealth, gilt seit der Langen Nacht als verschollen. Doch die Legenden über seine unermesslichen Reichtümer lassen den Schatzsuchern aller bekannten Galaxien keine Ruhe. Viele scheitern an dem Versuch, den verlorenen Weg nach Tarn-Vedra wieder zu entdecken, nur einem gelingt es: Hasturi. Der Perseide hütet sein Wissen jedoch selbst wie einen Schatz. Und gilt jahrzehntelang ebenfalls als verschollen ...

    Als das Gerücht aufkommt, Hasturis Versteck sei entdeckt worden, interessiert sich auch ein unliebsamer alter Bekannter der Andromeda-Crew für den Aufenthalt des Perseiden. Der Nightsider Gerentex wittert die Chance seines Lebens und bringt Seamus Harper und Trance Gemini in seine Gewalt, um sie zu einer gemeinsamen Suche nach Hasturis Tagebuch zu zwingen ...

    Rezension

    Wie bereits im ersten Band der leider nur zweiteiligen Buchreihe wird eine TV-Folge nacherzählt. Diesmal trifft es die Folge "Das Tagebuch des Hasturi", ebenfalls aus der ersten Staffel. Hier versuchen Seamus Harper und Trance Gemini - vom Nightsider Gerentex (bekannt aus dem ersten Band) erpresst - das besagte Tagebuch des verrückten Perseiden Hasturi zu bergen, um den Weg zum sagenhaften Tarn Vedra zu finden. Der Versuch gelingt. Auf 180 Seiten ist leider auch kaum mehr Inhalt möglich.
    Die Hauptgeschichte - die Suche nach dem Tagebuch und der Konflikt zwischen Gerentex und Harper ("Ich habe die Waffe, ich habe die Macht") - muss sogar noch mit einer "Origin"-Handlung Harpers verbunden werden. Dadurch wird der Roman zu einer halben Harper-Biografie. Doch das darf nicht negativ aufgefasst werden. Seamus Harper, in der Serie von Gordon Michael Woolvett gespielt, ist ein durchaus interessanter Charakter. Der egomanische und selbstverliebte kleine Mechaniker ist zwar ein Klischee, doch eines, das von Harper mit Bravour dargestellt wird. Heinzerling versucht auch in seinem Roman das Übertriebene und den Wortwitz Harpers einzubringen - beispielsweise als er Harper nett umschreiben lässt, dass der Hauptbestandteil eines bestimmten Bieres das ist, mit dem er früher Gesichter in den Schnee gemalt habe. Derlei zieht sich auch durch den Roman. Und obwohl die Handlung selbst nur dürftig ist und kaum Überraschendes bietet, so ist der Roman allein wegen Harper lesenswert.

    Vgs hingegen sah die Reihe wohl nicht als erfolgreich an, denn nach "Der Schatz der Perseiden" wurden die deutschen Andromeda-Romane eingestellt. Schade eigentlich, aber die Romane hatten ohnehin nur TV-Folgen nacherzählt. Und mit Verlauf der Serie nahm die Qualität letztgenannter auch nicht gerade zu.

    Kurzbewertung

    Bietet zusätzlich zur TV-Folge gute Eindrücke in Harpers Psyche. Für Fans empfehlenswert.

    Freitag, 8. Juli 2011

    [Gewinnspiel] Der Lurch bringt Geschenke ...

    Das zurückliegende Gewinnspiel
    Bei Leselurchs Bücherhöhle gab es vor einiger Zeit Gewinne abzustauben. Sie hat im Zuge ihres 100. Lesers ein Gewinnspiel gestartet, bei dem es viele tolle Preise zu gewinnen gab.

    Ich habe mich auch beteiligt und sogar etwas gewinnen können. Ein nettes Magnetlesezeichen - und jetzt kommt das tolle Gimmick: das ich selbst bedrucken konnte!
    Mein eigenes Motiv? Das ist natürlich eine schwierige Sache, aber ich kam schnell auf ein gutes Motiv, das ich euch hier zeigen möchte (hier übrigens das Originalbild):

    Maße: 2,5 x 3,5 cm. Coolness: Nicht messbar.

    Donnerstag, 7. Juli 2011

    [Stöckchen] Bist du bibliophil?

    In Claudias Bücherregal habe ich ein nettes Stöckchen gefunden, das ich mir hiermit kurz ausleihen möchte:
    Es gibt 35 Aussagen, bei denen ihr das zutreffende einfach ankreuzen müsst. Die Auflösung, ob ihr bibliophil seid, seht ihr dann weiter unten. Ich würde mich selbstverständlich freuen, wenn ihr mit ein kurzes Feedback zu meinem Stöckchen geben könntet, ob es euch gefällt oder nicht. --> Jennys Blog Ophelias Unfugfabrik

    [ x ] Du gehst nie ohne Buch aus dem Haus.
    [ x ] Dein Bücherregal nimmt den größten Teils deines Zimmers ein.
    [ x ] Du teilst dein Bett mit Büchern.
    [ x ] Du inhalierst den Geruch von Büchern.
    [ x ] Du streichelst Bücher.
    [  ] Du kaufst jedes Mal etwas, wenn du in eine Buchhandlung gehst.
    [  ] Dein SuB ist dreistellig und tendiert zur Vierstelligkeit.
    [  ] Du unterhältst dich mit den Buchcharakteren.
    [  ] Du gibst im Monat mehr Geld für Bücher, als für Lebensmittel aus.
    [  ] Du bereist die Orte, die in deinen Büchern genannt werden.
    [  ] Du hälst Bücher für eine bessere Altervorsorge, als Aktien etc. .
    [  ] Du zeltest am Tag der neuen Bucherscheinung deines Lieblingsautor vor der Buchhandlung deines Vertrauens, um als erste/r ein Exemplar zu ergattern.
    [ x ] Deine Familie und Freunde wissen nicht mehr, welches Buch sie dir zum Geburtstag schenken sollen, weil du schon alles hast.
    [ x ] Du verbindest mit mindestens ¼ deiner Bücher im Regal ein Ereignis, an das du dich gerne zurück erinnerst.
    [ x ] Bei dem Wort Buch, wirst du sofort aufmerksam.
    [  ] Deine Familie und Freunde wissen nicht mehr wie du aussiehst, weil du ständig ein Buch vor der Nase hast.
    [ x ] Menschen, die Bücher nicht mögen, magst du nicht.
    [  ] Du gehst auf die Lesung jedes Autors, dessen Buch du im Regal stehen hast.
    [ x ] Du benutzt Bücher als (Kuschel-) Kissen.
    [  ] Du vergleichst deine Freunde mit Buchcharakteren.
    [  ] Deine besten Freunde heißen Bertelsmann, Carlsen, Heyne, Lyx &Co. und heißen alle „Verlag“ mit Nachnamen.
    [ x ] Dein SuB weigert sich verhement dagegen kleiner zu werden.
    [ x ] Du versuchst Buch-Flatrates mit den Verlagen auszuhandeln.
    [ x ] Du lernst eine neue Sprache, damit du nicht warten musst, bis das Buch endlich auf Deutsch erscheint.
    [ x ] Wenn du einmal ein Buch angefangen hast, legst du es bis zum Schluss nicht mehr weg.
    [ x ] Du verleihst keine Bücher, weil du Angst hast, dass jemand deinen Lieblingen Schaden zufügen könnte.
    [ x ] Man könnte meinen, du besitzt eine eigene Bücherei oder Buchhandlung.
    [ x ] Deine besonderes Schätze bekommen einen Platz in deiner (gesicherten) Vitrine.
    [ x ] Wenn dich dein Partner vor die Wahl stellt „Ich oder das Buch“, antwortest du „Von welchem Buch reden wir denn?“
    [  ] Du verbringst mehr Zeit mit Lesen als mit anderen Dingen (Job, Schlafen, Freunde und Familie).
    [  ] Du magst keine eBooks.
    [  ] Buchverfilmungen findest du in der Regel schlecht und du hättest es viel besser umgesetzt.
    [  ] Du schreibst ein Buch darüber, wie es mit deinen Buchlieblingen weitergeht.
    [ x ] Du besitzt immer noch das Buch, welches du als erstes gelesen hast.
    [  ] Du kennst dich besser mit der aktuellen Beststellerliste aus als die meisten Buchhändler/innen.

    Ich hab abgeschlossen mit: 19 Kreuzen
    Die Auflösung
    0-5 Antworten: Du brauchst dir keine Sorgen machen. Mit dir ist alles in Ordnung. Vielleicht solltest du aber mal öfter ein Buch in die Hand nehmen.
    6-10 Antworten: Mit dir ist noch alles in Ordnung. Du bist ein ausgeglichener Viel-Leser, der neben Büchern noch viele andere Hobbies hat.
    11-15 Antworten: Dein Zustand ist kritisch. Aber du kannst immer noch damit umgehen, wenn du mal kein Buch zur Hand hast.
    Ab 16 Antworten: Bitte besuche sofort ein Treffen der anonymen Bibliophilen!
    Hm, wo ist denn das Treffen der A. B.? Sicherheitshalber kann ich sie aufsuchen, auch wenn ich eigentlich kein Problem habe. Ich kann jederzeit damit aufhören ...

    [Award] Du bist einfach unersättlich!

    Der Award
    Sonst würdest du Award nicht schon wieder auftauchen! Denn den Award selbst habe ich bereits, aber möchte mich trotzdem bei der lieben Marie von just another bookaholic bedanken, die mir den "Your Blog is Super!"-Award von der Masked Mommy nochmal verlieh - und auch meine Aktion "Männer, lest!" unterstützt.

    Danke dafür!

    Dennoch möchte ich ihn an andere Blogs weiterreichen, die ihn meiner Ansicht nach verdient haben:

    - Blätterrauschen
    - Sternenwiese
    - Wortgeflüster

    Die Regeln findet Ihr hier.

    Mittwoch, 6. Juli 2011

    [Rezension] "Star Wars: Das Dunkle Nest"-Trilogie

    Rezension:
    Ich kann kaum glauben, dass ich wirklich mit demselben Autor zu tun habe, der "Das Ultimatum" (engl. "Star by Star") der Reihe "Das Erbe der Jedi-Ritter" schrieb. Troy Dennings Schreibstil und seine erzählerische Qualität liegen in dieser Trilogie um Längen über dem, was er zuvor ablieferte

    [Männer, lest] Die Aktion

    Das alte Logo (unten das neue).
    Ich möchte aus aktuellem Anlass diese Zeilen dazu nutzen, die Aktion an sich noch einmal gesondert herauszustellen.
    Sie läuft bereits seit Mai, ist aber mit einem Gewinnspiel gekoppelt (siehe hier), weswegen ich fürchte, dass ihr eigentlicher Zweck etwas untergeht.

    Begründet bereits vor, aber im Zuge von "Die neuen 100 Lieblingsbücher der Deutschen" dringend benötigt, stelle ich heute meine Aktion detaillierter vor - und mit neuen Linkbannern! Parallel zu den Bannern könnt Ihr euch auch einfach diesen Code schnappen und verlinken:
    <a href="http://schmuddelecke.blogspot.com/search/label/M%C3%A4nner%20lest" target="new"><img src="https://lh6.googleusercontent.com/-ERwk70FELlw/ThLysnZxAOI/AAAAAAAAALI/luLwOue96U4/maennerlest_big.png" alt="Die Aktion 'Männer, lest!' soll dazu dienen, mehr männliche Leser für Belletristik und Romane zu interessieren." border=0>
    <a href="http://schmuddelecke.blogspot.com/search/label/M%C3%A4nner%20lest" target="new"><img src="https://lh5.googleusercontent.com/-q4p2f24as-w/ThLys3XD7AI/AAAAAAAAALM/m2nFMJ5uZuU/maennerlest_med.png" alt="Die Aktion 'Männer, lest!' soll dazu dienen, mehr männliche Leser für Belletristik und Romane zu interessieren." border=0>

    <a href="http://schmuddelecke.blogspot.com/search/label/M%C3%A4nner%20lest" target="new"><img src="https://lh5.googleusercontent.com/-jwGnFoQQmRk/ThLytVJRVrI/AAAAAAAAALQ/TFZITQ4LNXk/maennerlest_sm.png" alt="Die Aktion 'Männer, lest!' soll dazu dienen, mehr männliche Leser für Belletristik und Romane zu interessieren." border=0>

    Männer lesen nicht. Die existenten männlichen Leser sind wenige. Daher habe ich die Aktion "Männer, lest!" ins Leben gerufen.
    Seid die Stimme in den faulen Ohren, die ruft: "Lest!". Regt eure Freunde an, eure Lebenspartner, Väter oder Brüder, eure Geliebten, Ticket-Kontrolleure, Schwäger oder den Nachbar von nebenan. Egal, welcher Kerl, er soll endlich lesen!

    Dienstag, 5. Juli 2011

    [Die neuen 100 Lieblingsbücher der Deutschen] Chick-Lit statt Dick-Lit!

    Seit dem letzten Informationsstand zur genannten Aktionhat sich beim Projekt von Claudia, Sabrina und Yvonne noch ein bisschen was geändert.

    Klick mich, ich bin ein Link
    Inzwischen hat Sabrina in einem Blogbeitrag die bisherigen Top 6 vorgestellt. Und im Gegensatz zu meinem vorherigen Kommentar dominieren nun Potter und Vampire.

    Suzanne Collins - Tribute von Panem: Tödliche Spiele
    Tolkien - Der Herr der Ringe: Die Gefährten
    Stephanie Meyer: Biss zum Morgengrauen & Biss zum Ende der Nacht
    Cassandra Clare: City of bones
    J.K Rowling - Harry Potter und der Gefangene von Askaban

    Männer dieser Welt, wir müssen uns vereinigen! Ein Geist geht um im Bücherland. Der Geist der Chick-Lit. Für die männlichen Leser dieser Welt! ... Nennt mich Che C.!

    [Rezension] "Das Buch der Zukunft"

    (Hamburg 2007; Rowohlt-Taschenbuch-Verlag; Autor: Andreas Eschbach; 234 S.; 8,95 €)

    Klappentext

    Eine Reise in die Zukunft - spannend wie ein Thriller 

    Wie sieht die Welt in hundert Jahren aus? Wie werden wir leben? Welche Gefahren drohen uns? Andreas Eschbach denkt aktuelle Entwicklungen weiter - im Klimawandel und der Bevölkerungsentwicklung ebenso wie in der Nanotechnologie. Seine Nachrichten aus der Zukunft sind keine frei erfundenen Schreckensszenarien, sondern ein packender Ausblick auf das, was uns wirklich bevorsteht.

    Rezension

    Zur Ausnahme von der Regel bespreche ich mal nicht einen Roman, sondern ein Sachbuch. Aber erwartet nicht, dass ich hier mit Knaurs Historischem Weltatlas komme oder mit Hegel für Eilige; auch wenn beide ganz interessant sind.
    Nein, als Eschbach-Fanboy, der ich bin, war ich natürlich erfreut zu erfahren, dass er auch ein Sachbuch geschrieben hat, in dem er künftige Entwicklungen erörtert. Doch wer Eschbach kennt, weiß, dass es sich hier nicht um Nostradamus'sche Prophezeiungen oder Weissagungen handelt. Aus allen Bereichen der Gesellschaft, Politik, Technologie, Biologie usw. stellt er Beispiele vor. Nanotechnologie, intelligente Häuser, menschliche Evolution, Gentechnik, Raumfahrt und interstellare Kolonien. Eschbach stellt zunächst das Thema vor und beschreibt kurz, worum es geht; damit der Leser informiert ist. Und dann seziert er. Jede aufgeworfene Frage wird sachlich angegangen und besprochen. Hat Gentechnik eine Zukunft? Werden wir irgendwann Kühe mit zehn Eutern melken? Oder Fische züchten, die ohne Gräten sind? Und vor allem: Lohnt sich das überhaupt? Und genau hier ist Eschbachs Stärke: Er bearbeitet jedes Thema vorurteilsfrei und zerlegt es in humorvollen kleinen Sätzen in seine Grundbausteine.

    Er wurde beim Schreiben auch stark von seinen eigenen Recherchen beeinflusst; namentlich die zu "Eine Billion Dollar" (Geldschöpfung, Rezension siehe hier) und "Ausgebrannt" (Stichwort Peak Oil; Rezension folgt). Wie jeder Eschbach-Roman schafft es auch das Sachbuch, mich bei der Stange zu halten. Es liest sich angenehm und ist in kleine, übersichtliche Kapitel geteilt.

    Kurzbewertung

    Hervorragend zum Schmökern für Interessierte!

    Montag, 4. Juli 2011

    [Statistik] Das Wort zum Sonntag, KW 26

    Die weltweiten Schmuddel-Fans.
    Gestartet vor einer Woche, gibt es doch noch ein zweites Wort zum Sonntag:
    Verzeichnen durfte ich über 350 neue Besucher in dieser Woche, deren beliebtester Artikel war: Verlage verlegen mich, sie verlegen mich nicht, sie verlegen mich ...

    Die überwältigende Mehrheit stammte wieder aus Deutschland (70%), gefolgt von Österreich (16%) und den Vereinigten Staaten 2%, doch auch ungewöhnlichere Länder wie Russland und Indien waren mit je etwa 0,3% vertreten. Der ungewöhnlichste Suchbegriff in dieser Woche war "im bus entjungfert", der schmeichelhafteste "bücher die man gelesen haben muss".

    Und begrüßen möchte ich noch eine neue Leserin samt Blog:


    PS: Hab ich nicht prophezeit, dass die Zahlen wieder einbrechen? Aber das stört mich nicht, ich liebe jeden einzelnen meiner Leser. Ihr seid toll, Leute! :-)

    Sonntag, 3. Juli 2011

    [Mem] Zum Tag des Schreibens

    Obwohl der inoffizielle Tag des Schreibens bereits am 29.6.2011 war, möchte ich noch nachziehen. Die liebe Amy bei It's just tea hatte ein kleines Selbstinterview gestartet.
    Als Autor, der vielleicht hoffentlich irgendwann vom Schreiben leben kann, möchte ich mir diese wundervolle Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, euch ein wenig teilhaben zu lassen an meinen Hoffnungen und Wünschen, die mich zum Schreiben treiben - und an meinem innersten Verlangen, euch meine Seele in abgefassten Lettern zu präsentieren und sie eurer Gnade und eurem Wohlwollen auszusetzen. 
    In diesem Sinne: Moriturus te salutant!
     


    Was bedeutet Schreiben für mich?
    Müsste ich es in einem Wort zusammenfassen, dann wäre "Freiheit" wohl jenes, das am nächsten kommt. Die Freiheit, alles machen zu können, was man sich vorstellen kann - und mehr. Schreiben ist für mich eine fantastische Reise im eigenen Geist. Erst sein Schreiben zeigt mir, ob ein Mensch wirklich kreativ ist oder doch nur ein uninspirierter und dröger Verstand.

    Wann habe ich angefangen?
    Ganz klar rekonstruieren lässt es sich heute nicht mehr, doch eine Klassenarbeit in der 7. oder 8. Klasse hatte eine Geschichte zum Thema, in der ich noch recht naiv an das Thema heranging. Spätestens seit August 2004 schreibe ich jedoch regelmäßig. Denn zu jener Zeit trat ich einem Chatrollenspiel bei und habe seitdem immer häufiger und regelmäßiger geschrieben.
    Professionell schreibe ich erst seit 2007 - damals habe ich zum ersten Mal eine Kurzgeschichte bei einem Wettbewerb eingereicht. 

    Woher nehme ich die Ideen?
    Aus meiner Umgebung. Aus allem und aus nichts. Ideen, Einfallsreichtum, die Muse - sie alle sind nur Umschreibungen für diesen kleinen Funken, der in einem offenen Geist aufblitzt. Ich nehme meine Ideen aus der Realität um mich herum, ich spinne sie weiter, ich übernehme sie vollständig oder ich nutze sie als Vorlage.
    Einmal musste ich aus diversen Gründen einen Nachmittag auf einem Autofriedhof verbringen. Ich ging irgendwann zwischen den Wracks umher und habe mir Geschichten zu den einzelnen Fahrzeugen überlegt. Anhand der Schäden habe ich rekonstruiert, was geschehen sein musste, und mir dann die wichtigste Frage des Schriftstellers gestellt: Warum ist es passiert? War dieses abgebrannte Autowrack das Fluchtfahrzeug in einem Raub? Stürzte eine Familie hier in einen zu frühen Tod? War es leichtsinniger Drogenmissbrauch? Ein dummer Fehler?

    Was sind meine Stärken und Schwächen?

    Meine größte Schwäche, laut einiger meiner alten Lehrer, ist wohl, die Dinge nicht zu Ende zu bringen. Jedenfalls wurde gern bemängelt, dass in meinen Klausuren der letzte Höhepunkt gern gefehlt hat. Bei meinen Geschichten ist es allerdings gern einmal der Plot, der zwar gut ausgearbeitet ist, aber eine gewisse Tiefe vermissen lässt. Zumindest geht es mir gern so, dass ich mir denke, dass ich dieses oder jenes noch besser hätte darstellen oder beschreiben können.
    Was die Charakterisierungen angeht, so habe ich mich in den letzten Jahren stark verbessert. Weg vom Plot- hin zum Charakter-Autor. Beides auf gleichem Level durchzuführen ist allerdings sehr schwierig, denn man kann nur die Handlung oder die Charaktere prominent darstellen.
    Und im Lauf der Zeit habe ich bemerkt, dass die Charaktere das sind, was eine Geschichte ausmacht. Du leidest nicht mit einem Krieg, du leidest mit den Soldaten im Krieg. Du leidest nicht mit einer Romanze, du leidest mit den Liebenden der Romanze. Es geht immer um die Menschen. Denn mit ihnen können wir uns identifizieren.

    Irgendwelche letzte Worte?
    "Schreiben ist mein Leben." - Das hatte Amy hier geschrieben und dem kann ich mich nur anschließen. Ich schreibe, um zu leben. Und lebe, um zu schreiben. Beides ist für mich miteinander verwoben. Der Mensch lebt, um sich mitzuteilen. Um seine Umgebung zu formen und ihr von seinem eigenen Leben zu berichten. Ich tue das mit meinen Geschichten. Und ich hoffe, irgendwann einmal jemanden mit meinen Geschichten zu berühren.
    Mir geht es dabei nicht um Fans oder Anhänger meiner Bücher. Mir geht es um Menschen, denen ich mit meinen Geschichten über eine schwere Zeit helfen konnte, die ich zum Lachen brachte oder einfach nur zum Nachdenken. Die schönste Kritik, die ein Schriftsteller bekommen kann ist: "So habe ich das noch nie gesehen!"