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Sonntag, 1. Februar 2015

Eschbach, Andreas: Herr aller Dinge | Schon gelesen?

(Köln 2011; Verlag: Bastei-Lübbe; Autor: Andreas Eschbach; 688 S.; 22 €)


Klappentext

»Ich weiß, wie man es machen muss, damit alle Menschen reich sind.«
»Quatsch«, sagte Charlotte. »Das geht doch nicht.«
»Doch, das geht«, beharrte Hiroshi. »Es ist sogar unglaublich einfach.«

Als Kinder begegnen sie sich zum ersten Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an steht der soziale Unterschied spürbar zwischen ihnen. Doch Hiroshi hat eine Idee. Eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt schaffen könnte. Als er und Charlotte sich Jahre später wieder begegnen, sieht er dies als Zeichen des Himmels, dass sie beide schicksalhaft miteinander verbunden sind. Er beschließt, seine Idee umzusetzen und die Welt in einem Maße zu verändern, wie dies noch nie zuvor jemand versucht hat – denn nur so, sagt er sich, wird er Charlottes Liebe gewinnen.

Er ahnt nicht, worauf er sich einlässt. Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn auf die Spur eines uralten Geheimnisses: Es hat schon einmal eine hoch entwickelte Zivilisation gegeben – und sie hat das schrecklichste Verbrechen des Universums begangen …

Rezension


Der Roman ist zwar unterhaltsam zu lesen, aber die Grundhandlung weist meines Erachtens nach einige Lücken auf. Das Ende ist völlig offen und recht zufällig - was prinzipiell keine schlechte Sache sein muss. Ohne zu viel zu verraten frage ich mich am Buchschluss: Was wird mit den Habitaten, welche Folgen hat diese postulierte Todeszone im All und warum werden Nebenhandlungen wie jene um den reichen Schnösel (wie gesagt, keine Namen oder zu viele Details) nicht aufgelöst. Die ersten beiden Punkte gehören ins Reich der Science Fiction und müssen nicht unbedingt beantwortet werden. Letzteres hätte ich aber gern gewusst. Er wurde stellenweise im Roman als dritte Hauptfigur bzw. Antagonist sehr detailliert beleuchtet, aber das ist etwas, was ich Eschbach schon immer ankreide. Auch bei Eine Billion Dollar gibt es viele Nebenhandlungen und -figuren, deren Schicksal kaum angedeutet wird, weswegen ich mich fragen muss, warum sie zu Beginn derart detailliert beleuchtet werden? Hat Eschbach nur das Interesse verloren, sind sie ein roter Hering, der ablenken soll?

Spannung kommt beim Lesen auf und ich bin durch die Seiten gefegt an solchen Stellen, aber in der Prämisse und übergeordneten Handlung entstehen Lücken, die bei mir zwar keinen faden Nachgeschmack, aber doch ein "Das war's jetzt?" als Frage hinterlassen.

Kurzbewertung

Alles in allem ist der Roman solide, aber irgendwie nur ein durschnittlicher Eschbach.



Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Dienstag, 20. Januar 2015

Ibsen, Henrik: Nora oder Ein Puppenheim | Schon gelesen?

(Husum 1995; Verlag: Hamburger Lesehefte; Autor: Henrik Ibsen; Übersetzer: Elke und Uwe Lehmann, basierend auf Christian Morgenstern; 85 S.; 2,80  DM)


Klappentext

Nora oder Ein Puppenheim
Schauspiel in Drei Akten.

Rezension
Ein Klassiker der Jahrhundertwendeliteratur, illustriert Ibsens "Nora" auf wunderbare Weise, was passiert, wenn Gleichberechtigung fehlläuft. Doch im Vorfeld: Für mich ist Nora kein emanzipatorisches Drama oder auch nur ein Frauenroman. Nora ist lediglich das Vehikel für die Gedanken der Gleichberechtigung und des Ausbruchs aus dem starren gesellschaftlichen Korsett, das damals (v.a. Frauen) angelegt wurde und aus dem man nur selten entkommen konnte.
Am Beispiel der Frau wird klargemacht, was falsch läuft. Für Helmer seine eigene Unfähigkeit, in Nora eine richtige Person zu sehen - mehr als nur das Püppchen oder den Singvogel oder seine private Tänzerin. Für Nora ihre Unfähigkeit, aus diesem goldenen Käfig auszubrechen. Für beide die Schwierigkeit, endlich erwachsen zu werden. Nora ist fast den gesamten Roman hindurch das kleine Mädchen, das Püppchen - oder erscheint zumindest so. Und Helmer behandelt sie, wie ein kleiner Junge zunehmende gelangweilter und lustloser mit seinen Puppen spielt und sie dabei nach und nach zerbricht. Und erst als sich die Zerstörung offen zeigt - hier durch Noras "Erwachen" - zeigt er wieder Interesse daran, die Puppe im guten Zustand zu halten (bzw. seine Ehe mit Nora zu kitten).

Ich behaupte hier nicht, mit dieser extrem kurzen Rezension Ibsens Werk gerecht zu werden, doch angesichts dessen, dass ich das Drama vor kurzem wieder las, wollte ich unbedingt ein paar Zeilen dazu schreiben. Mir hatte Nora jedenfalls erneut gefallen - und obwohl der sinngemäß übersetzte Originaltitel "Ein Puppenheim" besser gepasst hätte, mag ich den deutschen Titel nach wie vor.


Kurzbewertung

Interessanter Lesestoff und ein Einblick in das Norwegen der Jahrhundertwende.



Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Schon gelesen? | Thürk, Harry: Der maskierte Buddha

(Berlin 1991; Verlag Das Neue Berlin; Autor: Harry Thürk; 169 S.; 6,80 DM)  

   
Klappentext

Lim Tok, Privatdetektiv in der Sechs-Millionen-Stadt Hongkong, hat einen Mord an einem Freund aufzuklären: ein Antiquitätenhändler ist erschlagen worden, und eine kostbare goldene Buddha-Figur aus dem Besitz des Toten spielt dabei eine unheilvolle Rolle. Harry Thürk, bekannt durch zahlreiche auflagenstarke Politthriller, legt einen exotischen Kriminalroman von besonderem Flair vor. Lim Tok, dem originellen Privatdetektiv, wird der Leser künftig noch öfter begegnen in weiteren Büchern, deren Handlung in Macao, Singapore, Manila und an anderen Plätzen Südostasiens angesiedelt ist. 
Rezension

Normalerweise bin ich eigentlich kein großer Krimi-Freund. Der Romantitel jedoch hatte mich neugierig gemacht und so las ich das Heftchen, denn für einen Roman ist es mit unter 300 Seiten doch etwas dünn. Doch da man Lim Tok, dem Mann von der Dschunke, noch in weiteren Ausgaben der Romanreihe DIE begegnet, tut das dem Lesespaß keinen Abbruch. Und trotz der relativen Kürze gelingt es Harry Thürk, die Figur Lim Toks gut zu umreißen. Einige Beweggründe Toks ebenso wie einige Beziehungen werden zwar nur oberflächlich abgehandelt oder spielen für die Romanhandlung keine Rolle, aber das lässt sich verschmerzen, bei dieser Art Fortsetzungsgeschichte.
Denn der Roman liest sich sehr flüssig, bisweilen witzig und bietet vor allem eines: Einen wunderbaren Einblick in die asiatische Lebensart und den Alltag der inzwischen ehemaligen britischen Kronkolonie Hong Kong. Denn diese und ihre Menschen werden von Thürks Ich-Erzähler Lim Tok so detailliert umschrieben, dass man annimmt, der Autor sei zumindest eine gewisse Zeit wirklich in Hong Kong gewesen, oder habe zumindest mit der Stadt zu tun gehabt. Und nach kurzer Recherche bestätigt sich meine Vermutung teilweise, denn Harry Thürk war in den 1970ern häufig in Südwestasien.

Die Ich-Erzählung Lim Toks wird konsequent durchgezogen. Der Leser erfährt, was Lim Tok erfährt; nicht mehr. Und der Privatdetektiv ist ein abgebrühter und desillusionierter Mann, der aber gerade durch seine Kantigkeit schon wieder sympathisch wird, weil: menschlich.
Seine Liebelei mit Pipi, der Hotelierin, wird in den kommenden Romanen hoffentlich noch fortgesetzt und irgendwie intensiviert. Hier wirkt es eher so, als wären beide nur "Bettpartner" und gelegentlich gegenseitige Tröster. Aber vielleicht entwickelt sich ja doch eine Art Liebesbeziehung? Würde ich ihm jedenfalls wünschen, so wie er von ihr und ihrem Körper schwärmt. Ähem.
Kurzbewertung

Kein Unikat, aber ein empfehlenswerter Roman und Beginn einer Buchreihe.
Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Montag, 11. Februar 2013

[Rezension] "Star Wars: Luke Skywalker und die Schatten von Mindor"

(München 2009; Verlag: Blanvalet; Autor: Matthew Stover; Übersetzer: Michael Nagula; 378 S.; 13,00 €)


Klappentext

Shadowspawn war einst der Konkurrent von Darth Vader um die Gunst des Imperators Palpatine - und er ist Anhänger einer finsteren Philosophie, die noch düsterer und grausamer ist als selbst die Dunkle Seite der Macht: Er ist ein Adept der reinen Dunkelheit, die nur Leere und Vergessen kennt.

Nach Darth Vaders Tod und der Vernichtung des zweiten Todessterns kehrt er aus der Leere am Ende des Seins zurück, um die Galaxie in die Abgründe der Nichtexistenz zu stürzen. Und um dies zu erreichen, hat er einen Plan:

Luke Skywalker soll der neue Imperator werden! 

Rezension

Erstmals erwähnt in "Star Wars: Die Ultimative Chronik" war die Schlacht von Mindor das Schlüsselereignis für Luke Skywalker, seinen Generalsrang abzulegen. Doch erstmal hier, in diesem Roman, werden die genauen Umstände dessen klar. In der Chronik war Luke angewidert vom hohen Blutzoll, den die Imperialen in Kauf nahmen, um Mindor zu verteidigen. Der Roman selbst stellt dies sehr viel differenzierter dar.

Matthew Stover und der Krieg der Sterne sind für mich eine interessante Mischung. Seit seinem Debütroman ("Verräter", Nr. 13 in der NJO-Reihe) ist Stover ein recht kontroverser Autor im Expanded Universe
Auch über diesen Roman ließe sich vortrefflich streiten: Luke Skywalker werden Steinsplitter ins Gehirn gepflanzt? Der edle Han Solo wird als schießwütiger Draufgänger und Lando Calrissian als fast schmieriger Kerl dargestellt? 
Das sind nur subjektive Meinungen, doch treffen sie überspitzt auf die Charakterisierungen zu. Ich jedenfalls hatte anfangs meine Mühe, mit den bekannten Hauptcharakteren zu sympathisierein, bis mir bewusst wurde, dass es auch nur Menschen sind mit Schwächen. Die meisten Romane stellen unsere Helden als unerschütterlich und idealisiert dar. Stover bricht mit dieser Darstellung und lässt sie leiden, fürchten oder einfach nur genervt sein. Als mir dies klar wurde, waren die Charaktere auf einmal echt. Echte Menschen mit echten Emotionen und Problemen. Dass mir Han Solo dennoch die erste Zeit lang etwas schlecht charakterisiert vorkam, änderte sich mit der zeitweiligen Entführung des Millennium Falken bzw. Leias, in der Han - in jeder Situation ohnmächtig - völlig verständlich mit Wut reagiert. Mit nachvollziehbarer Wut, denn in jedem Fall wurde ihm etwas genommen, das er liebte.
Aber apropos Falke: Zum wievielten Mal in einem Roman wird der fast bis zum Rumpf völlig zerstört? Im Lauf der Jahre nimmt das etwas Überhand. Immerhin ist der gute alte Frachter in den neuesten Romane auch schon fast 100 Jahre alt. Müsste das Schiff inzwischen nicht aus völlig neuen Teilen bestehen?

Doch derartige Kleinigkeitn bei Seite geschoben, schafft es der Roman, zu unterhalten und nachdenklich zu stimmen. Lukes Konfrontation mit der Lehre vom Dunkeln erinnert mich stark an nihilistische Lehrgrundsätze. Alles endet irgendwann im Nichts und Cronals Lehre (die er selbst nur übernomnmen hat) unterstützt diese Aussage. Es erinnert an den kosmischen Kampf zwischen Ordnung und Chaos, den man aus anderen SF-Serien (wie Perry Rhodan oder Doctor Who) kennt. Lukes Glaube in die Macht wird auf die Probe gestellt, was ihn schließlich auch dazu bewegt, sich vom Militär zu lösen. Im Gegensatz zum Nebensatz in der o.g. Chronik ist diese Erklärung bei weitem befriedigender.

Stover schafft es wieder, das Innerste bekannter Charaktere in ein anderes Licht zu rücken. Manche Fans unterstellen ihm daher, die Charaktere zu demontieren. Ich jedoch sehe es als neuen Blickwinkel. Betrachtet man die Helden der Saga jahrelang nur in der Abenddämmerung, so sehen sie im normalen Tageslicht völlig anders aus. Und dieses Tageslicht kann Stover auf die Charaktere werfen. Gleichzeitig bindet er einige Inhalte aus anderen Romanen ein. 

Die Charaktere Nick Rostu und Kar Vastor aus dem Klonkriegsroman "Mace Windu und die Armee der Klone" (engl. "Shatterpoint") treten als Nebencharaktere bzw. Antagonisten auf und das Sternenthema aus den Roman zu Episode III wird aufgegriffen. Letzteres ist besonders interessant, da es eine Brücke zwischen Vater und Sohn schlägt. War es im Episode-III-Roman noch Anakin Skywalker, dem die Vergänglichkeit dadurch bewusst wird, dass selbst Sterne sterben und vergehen, so ist es hier Luke, der diese Gedanken im Zusammenhang mit der Lehre vom Dunkel hat. 

Zum Romantitel übrigens: Im Gegensatz zu grässlichen deutschen Eigenübersetzungen wie dem gerade Erwähnten "Mace Windu und die Armee der Klone" oder "The Cestus Deception", das im Deutschen mit "Obi-Wan Kenobi und die Bio-Droiden" betitelt wurde, ist dieser kitschig klingende Romantitel eine akkurate Übersetzung aus dem Englischen. Doch hier wird mit dem Klischee eindeutig gebrochen und es wird gekonnt demontiert.

Kurzbewertung
Nicht für jeden Fan geeignet und mit wenigen Längen eignet sich der Roman hervorragend, um frischen Wind in die Romansammlung zu bringen und festgefahrene Ansichten zu ändern.

Luke, Han und Leia werden neu betrachtet. Sie erhalten zuvor unbekannte Ecken und Kanten. Gerade Luke ist weniger der strahlende Held als der verschmutzte und müde Soldat, der nur seine Ruhe möchte. Realitätsnähe ist groß geschrieben, trotz, dass es sich um Star Wars handelt.

Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Freitag, 22. Juni 2012

[Schon gelesen?] "Star Wars: Legacy of the Force" (Bd. 1-9)

(New York 2006 - 2008; Verlag: Del Rey; Autoren: Aaron Allston #1/4/7, Karen Traviss #2/4/8, Troy Denning #3/6/9; 3.278 S.)


Klappentext

"Betrayal blasts off a new string of adventures starring beloved Star Wars familiars. . . .this new installment should please Star Wars fans." - Publishers Weekly Honor and duty collide with friendship and blood ties as the Skywalker and Solo clans find themselves on opposing sides of an explosive conflict. When a mission to uncover an illegal missile factory on the planet Adumar ends in a violent ambush—from which Jedi Knight Jacen Solo and his protégé and cousin, Ben Skywalker, narrowly escape with their lives—it's the most alarming evidence yet that political unrest is threatening to ignite into total rebellion. The specter of full-scale war looms between a growing cadre of defiant planets and the Galactic Alliance that some fear is becoming a new Empire. Determined to root out those behind the mayhem, Jacen follows a trail of cryptic clues to a rendezvous with the most shocking of revelations. Meanwhile Luke grapples with something even more troubling: dream visions of a shadowy figure whose Force power and ruthlessness remind him of Darth Vader. If Luke's visions come to pass, they will bring untold pain to the Jedi Master…and to the galaxy. 

Rezension

Nach dem Konsum der Reihe "Das Erbe der Jedi-Ritter" und dem Unwillen mir "Das Dunkle Nest" anzutun, ging ich dazu über, die Star Wars-Romane auf Englisch zu lesen. Zum einen waren sie günstiger und in der Originalausgabe zu lesen und ich konnte mein Schul-Englisch wieder aufmöbeln. Denn die Übersetzungen des Blanvalet-Verlages ließen in letzter Zeit zu wünschen übrig und mir war nicht der Sinn danach, fast zwei Jahre auf die deutsche Ausgabe zu warten (diese Zeit hinkt Blanvalet mit seinen Übersetzungen hinter den Originalen hinterher).

Also habe ich "Legacy of the Force" in Englisch gelesen. Das bedeutet, dass die Inhaltszusammenfassungen den englischen Buchrückentexten entsprechen. Englisch-Schwache können jedoch, wie ich es auf der Startseite vermerkt hatte, mit nur wenigen Tastendrücken bei der nächsten Suchmaschine entsprechende Zusammenfassungen aufrufen. Doch wie fand ich die Reihe - im Zusammenhang, als Ganzes, im Kontext? - Sie war, das sollte man anmerken, die erste Star-Wars-Romanreihe, die in kompletter Kenntnis der neuen Episoden geschrieben wurde. Leider merkt man ihr das auch an. Die gesamte Ennealogie liest sich teilweise wie eine verzerrte Zusammenfassung der Prequels: Jacen Solo als Anakin Skywalker/Darth Vader, Leia und Tenel Ka als Padmé-Ersatz, Allana als die Jünglinge, Jaina Solo als Obi-Wan-Verschnitt usw. usf.
Natürlich geht die Reihe nicht so aus wie die Prequels, doch werden viele (zu viele) bekannte Inhalte einfach recycelt und wiederverwertet. Begann die Reihe noch viel versprechend, war der Mittelteil interessant und das Ende durchaus dramatisch, so wird retrospektiv vieles klar: Die Serie wickelt sich um den geradezu inzestiösen Haufen der Skywalker-Solo-Familie und ihrer Bekannten. Viele bekannte Namen (Kyle Katarn, Prinz Isolder, Corran Horn, Gavin Darklighter) fallen, doch sind diese Nebencharaktere kaum mehr als Abziehbilder und Fan-Futter.

Das Potenzial einer guten Reihe war da, doch wurde vielfach verschenkt. Der Fokus lag zu sehr auf den Hauptcharakteren und hat die Nebencharaktere zu sehr vernachlässigt und ingoriert. Blasse und verwaschene Personen stehen glorifizierten Lichtgestalten gegenüber. Das soll nun allerdings nicht bedeuten, dass den Hauptcharakteren alles leicht fällt. Das entspräche nicht der Wahrheit. Doch wird zu vieles zu einseitig dargestellt. Die Guten sind gut und schön und die Bösen fies und hässlich und gehässig. Es wird mit Klischees gespielt und gleichzeitig werden so viele Hauptcharaktere verheizt, wie schon lange nicht mehr. Wer Thrackan Sal-Solo, Cal Omas, Mara Jade Skywalker, Gilad Pellaeon, Lumiya oder Prinz Isolder mag, sollte sich die Reihe nicht antun.

Exemplarisch möchte ich auf die ersten beiden Bände im Detail eingehen:

Betrayal (LotF #1)

"Schon wieder Corellia? Schon wieder Centerpoint? Schon wieder Krise?" waren meine ersten Gedanken als ich Betrayal anfing zu lesen. Denn bereits mit der in den 90ern erschienen Corellia-Trilogie war der Heimatplanet Han Solos im Zentrum eines Konflikts. Doch noch dachte ich mir, dass dies womöglich nur ein Verweis gewesen sei und die Reihe "Legacy of the Force" gänzlich anders sei ... Ich sollte mich täuschen.
Doch bleiben wir beim ersten Roman. Sonderlich viel gibt es nicht zu bemerken: Im Gegensatz zu einer Bekannten hatte mich die Ouvertüre auf Adumar eher gelangweilt als begeistert, wenngleich das abgehackte Basic der Adumari schon recht witzig war. Doch lässt Aaron Allston es nicht, wie früher, in Slapstiuck ausarten. Sein Humor ist trockener und bissiger geworden - eine deutliche Verbesserung, denn auch die Handlung ist entsprechend ernst. Witzeleien wie bei der alten Gespensterstaffel wären hier eher befremdlich gewesen.

Doch inhaltlich konnte mich der Roman dennoch begeistern: Die Friedenszeit in der Galaxis und die Skywalkers und Solos beim gemeinsamen Essen waren schon recht erheiternd. Das "normale" Leben unserer Helden ist bereits etwas Außergewöhnliches - erlebt man sie sonst nur im Schlachtenlärm und erhobenen Schwertes!
Doch als der Kampf schließlich beginnt, ist es interessant zu lesen, dass hier die Galaktische Allianz (das Gute) der Aggressor ist. Obwohl die Corellianer ihre Flotte aufrüsten und die Centerpoint-Station (die bereits während der Corellia-Trilogie zentrales Thema war) wieder in Betrieb genommen haben, lässt dennoch die Allianz den ersten Schuss los. Eine Kriegsflotte wird ins Corellia-System beordert, um die Centerpoint-Station auszuschalten und Corellias Ego auf ein passendes Maß zu stutzen. Doch wie konnte Centerpoint wieder in Betrieb gehen? Die Station war auf die Ergonomie einer bestimmten Person geeicht: Anakin Solo. Doch der war tot (er starb in "Das Ultimatum", NJO#9). Die "Erklärung": Thrackan Sal-Solo - Hans Vetter, der erneut seine Finger im Spiel hat - hatte einen Droiden nach Anakins Vorbild gebaut. Anakin Sal-Solo. Als Anakins großer Bruder Jacen und dessen Quasi-Padawan Ben Skywalker dies herausfinden, will der Anakin-Droide Ben zunächst davon überzeugen, dass er wirklich Anakin sei. Doch unser kleiner Jedi schaffte es natürlich, den Droiden durch Argumentation dazu zu bringen, sich gegen seine Erbauer zu wenden ... *gähn*

Zusammengefasst (denn es gibt derart viele kleine Details, die man herausheben könnte, aber die nur einen Fan mit Saga-Lexikon interessieren): Viel Pathos, viele bekannte Inhalte und ein paar nette Szenen mit bekannten Allston-Charakteren wie Wedge Antilles, der als gebürtiger Corellianer von der GA festgenommen wird und später flüchten muss und Han Solo, dem ein ähnliches Schicksal widerfährt. Das Interessante am Romans ist lediglich der Umstand, dass die Galaktische Allianz langsam totalitäre Züge annimmt und Jacen Solo seinen dunklen Weg weiter beschreitet, der in der vorangegangenen Trilogie "Dunkles Nest" bereits angedeutet wurde. Mit Lumiya tritt ein interessanter und bekannter Charakter auf (kannte man sie bereits aus den alten Marvel-Comics und einigen späteren Sachbüchern).
Ansonsten stellt Betrayal einen netten, aber nicht allzu mitreißenden Auftakt der neunteiligen LotF-Reihe dar. Doch die Dinge müssen sich halt entwickeln ... 

Bloodlines #2 

Zusammengefasst: Boba Fett, Boba Fett, Boba Fett. Was das Cover zeigt, ist Programm. Der bekannte und beliebte Kopfgeldjäger ist zurück. Und dieser Roman ist quasi eine Charakterstudie über ihn. Nach langen Jahren der Abstinenz des bekannten Mandalorianers ist dieser Roman durchaus frisch und knackig zu lesen.

Mehr als "Mandophilie" sollte man jedoch nicht erwarten. Karen Traviss reibt sich an ihren superduften und megaehrenhaften Mandalorianern. Bloodlines lässt ihr dafür den Platz und die Möglichkeit. Für Fans, die nur die Post-Endor-Romane lesen, mag dies ganz nett und neu sein, doch ist Traviss auch verantwortlich für die Republic-Commando-Reihe. Und dort haben wir auch: Mando, Mando, Mando.

Darüber beschweren will ich mich nun nicht, doch entstand diese Rezension einige Zeit nach Traviss' Ausstieg aus der Szene. Daher ist bekannt, dass in ihren Romanen nur die Mandalorianer eine wirklich bedeutende Rolle spielen. Ihr Beitrag zu "Legacy of the Force" liest sich wie die "Republic Commando"-Reihe, lediglich mit anderen Namen.


Und so könnte ich das weiterführen. Jede Reihe hat was Gutes, hat was Schlechtes ...


Kurzbewertung

Jeder Roman für sich ist sehr lesenswert, aber die Gesamtreihe hinterlässt einen faden Beigeschmack. Für Fans dennoch ein Muss - es geschieht Gewaltiges! 

Was geschieht alles?
Der Zweite Galaktische Bürgerkrieg wird begonnen und beendet, Jacen Solo wird zu Darth Caedus, Centerpoint-Station wird zerstört; und Tote, so viele, viele Tote! 


Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Dienstag, 24. April 2012

[Schon gelesen?] "Star Trek: The Next Generation Bd. 66, Der Dominion-Krieg 3: Sternentunnel"

(D 2000; Verlag Heyne; Autor: John Vornholt; Übersetzer: Andreas Brandhorst; 297 S.; 14,90 DM)


Klappentext

Captain Picard leitet eine streng geheime Mission, die ihn und seine bunt zusammengewürfelte Crew tief ins Territorium der Cardassianer führt. Sie verfolgen den wahnwitzigen Plan, das fast fertiggestellte künstliche Wurmloch des Dominion zu zerstören und so die Invasion einer gigantischen Kriegsflotte zu verhindern.

Die Enterprise unter dem Kommando von Will Riker soll ihnen zu Hilfe kommen. Aber das Starfleet – Raumschiff liegt beschädigt im Raumdock einer Starbase. Jean – Luc Picard ist gezwungen, sein waghalsiges Unternehmen ohne Unterstützung in Angriff zunehmen. Doch dann muss er entdecken, dass ein Gestaltwandler seine Crew infiltriert hat ...

Rezension

Mich hat der Roman etwas unbefriedigt zurückgelassen. War der erste Teil noch actiongeladen, geizt man beim zweiten zwar auch nicht, aber konzentriert sich vor allem auf das winzige bajoranische Transportschiff "Träne der Propheten" mit Picard, Ro Laren & Co. an Bord. Ich vermisse die Enterprise. Zumal die "zurückgebliebene" Besatzung um Riker hier eindeutig zu kurz kam! Ich mochte die kleinen Spielereien zwischen William Riker und Shana Winslow. Sie waren nicht wirklich bedeutsam und hätten sogar komplett weggelassen werden könne, aber haben meiner Meinung nach einen guten Einblick in die Gefühlslage der Sternenflottenoffiziere während des Dominion-Kriegs gegeben. Außerdem waren sie ein schöner Kontrapunkt zu den Abenteuern von Picards Unterdcover-Mannschaft.

Die Handlung konzentriert sich auf die "Träne der Propheten" und die Geheimwaffe des Dominions - ein künstliches Wurmloch! Dieses kann - und damit werde ich sicher kaum jemanden überraschen - am Ende natürlich zerstört werden. Die Crew zeigt mal wieder, wie routiniert sie solche Suizidmissionen überstehen kann und Data ist der Held des Tages. Mit der Wurmlochstation sterben allerdings auch alle eingesetzten Sklavenarbeiter, von denen im Abspann allerdings keine Rede mehr ist! Da hätte man zumindest noch ein paar Sätze verlieren können.
Wer allerdings von sich reden macht, ist der Gestaltwandler, der die Mannschaft inflitrierte. Die Auflösung, wer es nun war, gefällt mir selbst heute noch - Jahre, nachdem ich das Buch das erste Mal las.

Wenngleich die Szenenwechsel zwischen den einzelnen Crewmitgliedern der "Träne der Propheten" und der "Enterprise" besser eingetaktet hätte werden können, habe ich keine solide Kritik. Der Roman ist gut, nicht herausragend, aber gut.

Eine kurze Anmerkung zum Titel: Die "Star Trek"-Romanreihen "The Next Generation" und "Deep Space Nine" hatten zu jener Zeit ein indirektes Crossover durchgeführt. Teil 1 und 3 dieser "Dominion-Krieg"-Minireihe spielen im TNG-Universum, Teil 2 und 4 in dem von DS9. Die Berührungspunkte sind nur gering, also kann man beide Reihen auch unabhängig voneinander lesen. Man braucht nicht alle Teile der Minireihe.
Kurzbewertung

Ro-Laren-Fangirls: Yeah! - Für alle anderen: Njoah.



Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Sonntag, 15. April 2012

[Schon gelesen?] "Star Trek: The Next Generation Bd. 65, Der Dominion-Krieg 1 - Hinter feindlichen Linien"

(München 2000; Verlag: Heyne; Autor: John Vornholt; Übersetzer: Andreas Brandhorst; 295 S.; 12,90 DM)


Klappentext

Captain Picard erfährt von seinem ehemaligen Crewmitglied Ro Laren, dass das Dominion dabei ist, ein künstliches Wurmloch zu errichten. Durch dieses Wurmloch wäre es dem Dominion innerhalb kürzester Zeit möglich, eine riesige Kampfflotte in den Alpha-Quadranten zu transportieren. 

Picard bekommt den Befehl, die Aktivierung des Wurmloches zu stoppen, muss dabei allerdings auf die Enterprise und ihre erfahrene Besatzung verzichten, die man für solch ein Himmelfahrtskommando nicht riskieren möchte. Also versucht Picard mit einem kleinen bajoranischen Frachter und dessen Besatzung - darunter auch Ro Laren - in das Territorium des Dominion einzudringen, um die Aktivierung zu verhindern...

Rezension

Wie habe ich mich damals auf diesen Roman gefreut! Meine Next-Generation-Crew im Dominion-Krieg. Das verspricht Action, das verspricht tolle Bilder im Kopf, das verspricht Aufregung. So falsch hab ich auch nicht gelegen!

Beim ersten Lesen vor inzwischen fast 10 Jahren hatte ich eine andere Beziehung zu vielen Charakteren und habe einige der Gastauftritte gar nicht mitbekommen. Es sind nette eingeschobene Elemente, aber einzig Ro Laren ist wirklich von Bedeutung. Sie - als überlebendes Mitglied des ausgelöschten Maquis - schließt sich wieder der Enterprise-Crew an, um die Dominion-Superwaffe auszulöschen.
An Bord der "Träne der Propheten" mit Picard und anderen Crewmitgliedern eine bajoranische Frachtercrew darstellen. Diese  erzwungende Zusammenarbeit zwischen Picard und Ro, die sich nicht im Guten trennten (denn Ro verriet die Sternenflotte und schloss sich dem Maquis an), machen die Bajoraner-Handlungsebene zu einer charakterlich spannenden Geschichte.

Rikers Flug zur Werft, die sich verzögernden Reparaturen bei der Enterprise und seine Geschichte mit Shana Winslow ist zwar vernachlässigbar, doch gefallen mir hier die Einblicke in eine völlig normale Sternenflotten-Basis. Deep Space Nine war das nie - aber mich hatte immer interessiert, wie es an Bord einer völlig normalen Sternenbasis wohl zugeht, wenn man dort lange Zeit verbringen muss.

Kurzbewertung

Toller Auftakt eines Zweiteilers - man sollte aber die Star-Trek-Serien TNG und DS9 kennen!

Sonntag, 5. Februar 2012

[Schon gelesen?] "Star Wars: Treueschwur"

(München 2008; Verlag: Blanvalet; Autor: Timothy Zahn; Übersetzer: Andreas Kasprzak; 460 S.; 13,- €)


Klappentext

Daric LaRone ist ein Imperialer Sturmtruppler und damit ein fanatischer Kämpfer des Imperators – oder etwa nicht? Als der Todesstern den Planeten Alderaan zerstört, wird Darics Glaube an das Imperium so sehr erschüttert, dass er desertiert. Doch wie lange kann er in Freiheit bleiben, wenn ihm Mara Jade, die neu ernannte »Hand des Imperators«, auf der Spur ist? 

Endlich der Blick unter den Helm eines Imperialen Sturmtrupplers!

Rezension

Timothy Zahn und ich sind so ein Fall. Während ich mich durch seine alten Romane des öfteren hindruchquälen musste, sind seine neueren Werke in einem Rutsch durchgelesen. Und das Problem: Ich kann nicht festmachen, woran es liegt. Der Mann kann gut schreiben, keine Frage. Auch sein Stil hat sich nicht extrem verändert. Dennoch.
Aber bevor ich in derlei Gefilde abdrift: Was halte ich nun von diesem Roman?

Das Problem: Es passiert wenig Bedeutsames. Die Handlung ist auf einen Sektor bzw. Planeten begrenzt und beschäftigt sich mit Luke, Han und Leia. Das ist meist Stoff für eine dröge und vohersehbare Geschichte. Das Gute jedoch: Es ist Timothy Zahn! Also dürfen wir Captain Pellaeon, Mara Jade und eine ganze Truppe interessanter neuer Charaktere erleben. Denn Zahn schafft es - das betone ich immer gern - die Charaktere lebendig, die Story glaubhaft und die Szenerie immer halbwegs glaubwprdig zu halten. Nur wenigen seiner Kollegen gelingt das so gut.

Zum Inhalt will ich gar nicht viel verraten, doch Leia als erzwungene Kellnerin zu erleben oder Luke als (zu jener Zeit wirklich noch) naiven Farmerjungen schafft eine schöne Atmosphäre. Man fühlt wirklich, dass die Geschichte erst kurz nach der Schlacht von Yavin einsetzt. Die Charaktere entwickeln sich noch.
Was mich freut und stört ist jedoch Mara Jade. Einerseits lese ich gern von ihr in Zahns Romanen, andererseits wird sie mir immer etwas zu übertrieben dargestellt. Als ürde ihr alles gelingen und am Ende ihr Plan immer aufgehen. Doch hier scheitert und stolpert sie auch an einigen Punkten, was mich wieder versöhnt; einfach weil es sie menschlicher macht.

Kurzbewertung

Solides Fanfutter, aber auch ein guter Roman.





Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Samstag, 14. Januar 2012

[Schon gelesen?] "Star Wars: Death Troopers"

(London, UK, 2009; Verlag: arrow books; Autor: Joe Schreiber; 265 S.; £ 7,99)


Klappentext

When the Imperial prison barge Purge — temporary home to five hundred of the galaxy's most ruthless killers, rebels, scoundrels and thieves — breaks down in a distant, uninhabited part of space, its only hope seems to lie with a Star Destroyer found drifting, derelict and seemingly abandoned. But when a boarding party is sent to scavenge for parts, only half of them come back — bringing with them a horrific disease so lethal that within hours, nearly all aboard the Purge will die in ways too hideous to imagine. And death is only the beginning. The Purge's half-dozen survivors — two teenage brothers, a sadistic captain of the guards, a couple of rogue smugglers and the chief medical officer, the lone woman on board — will do whatever it takes to stay alive. But nothing can prepare them for what lies waiting onboard the Star Destroyer amid its vast creaking emptiness that isn't really empty at all. The dead are rising, soulless, unstoppable, and unspeakably hungry
Rezension

Im Original ist das Buch 2009 durch Lucas Books beim Verlag Del Rey in den USA erschienen. Bei den Originalen der Star-Wars-Romane bevorzuge ich aus einfachen Kostengründen die britischen Taschenbücher; zudem sind diese viel handlicher. Doch nun zum Roman selbst:

"Death Troopers" war mein erster Horrorroman, denn für gewöhnlich kann ich dem Genre in Buchform wenig abgewinnen. Doch begeisterte mich allein schon die Tatsache, dass man auch einmal andere Figuren beleuchten werde als Luke & Co. Dass dem später durch den Auftritt Han Solos und Chewbaccas nicht so war, tat dem Ganzen weniger Abbruch. Doktor Zahara Cody und die beiden Brüder Kale und Trig sind sehr interessante Charaktere. Eine besondere Schwäche habe ich für Doktor Cody und ihren Medi-Droiden Waste. Die Dynamik zwischen beiden Charakteren gefällt mir.

Neben den üblichen Logiklücken, die man bei Star Wars aber einfach schlucken muss (warum ist die Gefangenenbarke am Rand der Unbekannten Regionen, warum trifft sie mit Motorschaden gerade zufällig auf einen gestrandeten Sternzerstörer etc.) liest sich der Roman bis zum letzten Drittel recht flüssig. Dann aber, als die kleiner werdende Gruppe nur noch von den "Zombies" angegriffen wird, fängt der Roman an, etwas dröge zu werden. Dr. Codys Entdeckung, "was" der Virus ist, markiert in dem letzten schwachen Drittel noch den persönlichen Glanzpunkt, weil diese Abschnitte sehr schön geschrieben sind, doch entmystifiziert er leider auch das letzte bisschen Bedrohung. Gerade bei Zombies möchte ich im Dunklen gelassen werden, warum die Menschen welche werden. Das birgt ein viel höheres Gefahrenpotenzial als eine "normale" Krankheit. Zudem fing der Roman für mich ab dem Zeitpunkt, an dem Cody auf Han Solo und Chewbacca trifft, rapide an, an Spannung zu verlieren. Der Grund? Han und Chewie müssen überleben! Also kann der Gruppe, in denen die beiden sind, schonmal nichts wirklich Schlimmes passieren. Ich weiß also, dass ein paar Leute überleben werden. Das nimmt sehr die Spannung am Lesen.

Dennoch ist "Death Troopers" ein gelungener erster Vorstoß seitens Star Wars in das Horrorgenre - denn Joe Schreiber weiß, wie man martialisch und geradezu "ekelhaft" plastisch schreibt. Es werden zwar nur altbekannte Ideen, die man bereits zuhauf aus anderen Geschichten dieser Art kennt, wieder aufgewärmt, aber für die Saga sind diese Ideen noch neu. Es bleibt nur zu hoffen, dass der bereits angekündigte Nachfolgeroman "Red Harvest" (kurioserweise ein Prequel) die Qualität des Schreibens beibehält und inhaltlich noch anzieht, um wirklich etwas Eigenständiges zu schaffen und nicht nur ein Flickwerk aus bekannten Zombiewerken darzustellen.

Kurzbewertung

Erster Vorstoß ins Horrorgenre. Hoffentlich folgen weitere.

Wenn die Rezension Lust auf mehr gemacht hat:

Donnerstag, 5. Januar 2012

[Admina] Mein Manifest: 2012

Alles neu und altbekannt - oder so. Denn zum neuen Jahr habe ich mir ein paar Projekte vorgenommen, die ich mit dem Blog anstellen möchte. Teilweise sind es Änderungen und Anpassungen, aber vielfach auch völlig neue Inhalte. Lest und labet euch daran:

  1. MEHR MULTIMEDIALITÄT!
    Langes Wort. Neben Büchern (Romane, Sachbücher) werde ich mich auch anderen Medien widmen, wie Filmen, Serien und ... Hörspielen! Denn dort gibt es stellenweise auch echte Perlen zu genießen. Konkret schweben mir drei Kategorien vor:
    • Schon gelesen? - Hier werden die altbekannten Bücher durchgenommen. Neben Romanen meine ich damit auch Sachbücher, Ratgeber und E-Books.
    • Schon gesehen? - Hier werden Filme, TV-Filme und vereinzelt auch TV-Serien behandelt. Ich habe nicht vor, einzelne Episoden zu besprechen, sondern würde mich bei Serien auf eine Meta-Ebene retten und eine (abgeschlossene) Serie als Ganzes besprechen.
    • Schon gehört? - Hier werde ich mich vor allem Hörspielen widmen, denn seit Jahren bin ich leidenschaftlicher Hörspielfan. Hörbücher kommen eventuell auch vor, aber nur sehr vereinzelt, denn ich bin kein großer Freund davon.
  2. 30 DAYS | 30 NIGHTS
    Dieses Großprojekt plane ich bereits seit einiger Zeit. Im Laufe des Januars werde ich weitere Einzelheiten bekannt geben. Seid gespannt!
  3. UNIPLATZ!
    Als immatrikulierter Student der Germanistik und Linguistik hat das, was ich im Studium erlebe, durchaus Folgen für den Blog. Und immer wieder kommt es zu interessanten Begegnungen oder Seminaren, die ich einfach weitergeben möchte. So bereite ich das Erlebte einmal für mich auf und kann es mir so hoffentlich besser merken. Und ihr erfahrt interessantes aus der spannenden Germanistik-Welt, he he.
Als kurzes Nachwort möchte ich noch anfügen, dass der Name des Blogs sich seit einiger Zeit bereits leicht geändert hat. Aus "Schmuddelecke: Lesen und Leiden des jungen C." wurde "Schmuddelecke: Lesen und Laben des jungen C."
Ich gebe zu, dass der Unterschied minimal ist, doch störte ich mich bereits seit einiger Zeit am "Leiden" im Titel. Die damit verbundene Aussage gefiel mir nicht besonders. Beim Wort "Laben" ist die Aufzähl-Alliteration immer noch gegeben, aber ich kann mich dann damit herausreden, dass ich mich an Büchern labe.
Clever, nicht? ;)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

[abc-challenge] Endstand

Herrje, da habe ich ja mal völlig was verschwitzt. Danke an Shiku für die Erinnerung, dass ja in einer Woche die abc-Challenge der beiden Bloggerinnen Pia von Herzensbücher und Shiku von Muh, das Telefonbuch. ausläuft. 
Ziel des einjährigen Wettbewerbs war es bekanntlich vom 1.1.2011 bis 16.12.2011 mindestens 12 Bücher zu lesen, deren Titel mit  unterschiedlichen Buchstaben im Alphabet beginnen. Details zu den Regeln und wie genau gezählt wird, finden sich hier.

Mein amtliches Endergebnis ist Folgendes:

A
B
C
-
D
-
E
F
G
H
I
-
J
K
L
-
M
N
O
-
P
Q
-
R
-
S
T
-
U
-
V

W
-
X
-
Y
-
Z
-
#

Das bedeutet: Ich habe 13 "Buchstaben" gelesen und erhalte somit 1 Los für die Endausscheidung. Mal sehen, was für mich vielleicht herausspringt. Es hat jedenfalls Spaß gemacht - auch wenn ich das Ende hier fast vergessen habe. Peinlich, peinlich.

Freitag, 14. Oktober 2011

[NJO-Rezension #1] "Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 1 - Die Abtrünnigen"

(München 2000; Verlag: Blanvalet; Autor: R. A. Salvatore; Übersetzer: Regina Winter; 448 S.; 7,50 €)


Klappentext

Mehr als 20 Jahre nach der Rückkehr der Jedi-Ritter wird die Republik wieder von inneren und äußeren Kräften bedroht. Nom Anor, ein charismatischer Anführer, bringt die Leidenschaften zum Kochen und versucht, die aufgeheizte Atmosphäre für sich zu nutzen. Und noch während sich die Jedi auf die inneren Probleme konzentrieren, nähert sich eine weitere Bedrohung unbemerkt vom äußersten Rand der Galaxis...

Und plötzlich befinden sich Luke, Mara, Leia, Han Solo und Chewbacca zusammen mit den Solo-Kindern abermals im Zentrum eines gigantischen Kriegs der Sterne.

Rezension

Wie hier angekündigt, starte ich mit der 19-teiligen Rezensionsreihe zu den Romanen von "Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter". Zum Einstieg:

Es sind 25 Jahre seit der Zerstörung des Todessterns vergangen. Eine neue Generation reift heran, repräsentiert durch die drei Kinder von Prinzessin Leia und Han Solo: Die Zwillinge Jacen und Jaina und der Jüngste, Anakin Solo. Alle drei sind Schüler an der Jedi-Akademie, die Luke Skywalker in den Jahren nach dem Sieg über das Imperium gegründet hat. Luke selbst ist inzwischen auch verheiratet. Er ging den nahe liegenden Weg, eine Attentäterin zu heiraten, die ihn einst töten sollte: Mara Jade.
Doch was merkwürdig klingt, ist vollständig nachvollziehbar, denn die Ausgangssitation im ersten Roman ist die Folge von etwa drei Dutzend Star-Wars-Romanen und -Jugendromanen. Der Aufbau von Lukes Jedi-Akademie wird in der "Jedi-Akademie"-Trilogie abgehandelt, die Beziehung zwischen Luke und Mara Jade wird in zwei Timothy Zahn verfassten Trilogien abgehandelt: "Erben des Imperiums" und "Hand von Thrawn", Leias und Hans Kinder spielen in der mehr als zwanzigteiligen Jugendromanreihe "Young Jedi Knights" die Hauptrolle. Dazu gibt es noch unzählige Füllromane und auch Comics.

Erstmal abschreckend. Doch keine Bange: R. A. Salvatore wäre kein Meister des Fachs, würde er sich nicht Zeit nehmen, um Charaktere und Schauplätze einzuführen. Den Lesern überrollen die Charaktere und Hintergründe kaum. Zumal sich Salvatore ohnehin mehr auf Eigenes konzentriert. Er führt bist dato unbekannte Planeten und Charaktere ein. Die etablierten Elemente dienen als Füllmaterial im Hintergrund, das später einmal genauer beleuchtet werden kann.

Das ist auch das größte Problem dieses Romans: Er braucht eine gefühlte Ewigkeit, um Fahr aufzunehmen. Mir als Alt-Fan sind all diese Elemente, die hier vorgestellt werden, schon bekannt. Für Neuleser werden sie interessant sein, doch mir waren sie leider schon bekannt. Inhaltlich nichts Neues, wenngleich Salvatore alles gut verpacken konnte.
Schrecklich viel gibt es zum Roman daher auch kaum zu sagen. Er stellt eine in sich abgeschlossene Handlung dar, die gut und gerne auch einen Einzelroman abdecken könnte. Ein erstes Abenteuer mit den außergalaktischen Yuuzhan Vong wird durchgestanden. Der gesamte Roman erscheint mir wie ein kleiner Testlauf, um zu sehen, ob die Hauptcharaktere miteinander arbeiten können, ob die neuen Gegner eine gute Bedrohung darstellen - oder ob das leider ziemlich ausgelutschte Thema einer Alien-Invasion vielleicht doch zu langweilig ist. - Ist es nicht, hier zumindest. Die Yuuzhan Vong mit ihren lebendigen, biologischen Technologien sind sehr interessant. Ihr Krieger- und Blutkult ist zwar etwas schablonenhaft abgekupfert, doch erhoffe ich mir eine stärkere Differenzierung in den kommenden Romanen. Für den Anfang jedenfalls ein interessantes neues Volk, das durchaus die 19 Romane tragen kann.

Für mich entsteht im Erstlingsroman der Reihe jedoch noch keine gewaltige Spannung, wenngleich es einige gute Momente gibt.Einer davon ist - Achtung! - der Tod von Chewbacca! Warum erwähne ich das als guten Moment und nicht als monumentalen oder gar schröcklichen? Weil es mir bekannt war. Ich wurde zu einer Zeit Star-Wars-Fan als Chewie bereits tot war. Das war nichts Neues mehr. Es wurde ja seinerzeit sogar ein Comic-Sonderband herausgegeben: "Star Wars: Chewbacca", in der sich seine Hinterbliebenen während der Trauerfeier an schöne Momente mit ihm erinnerten und wir diese als Einzelepisoden-Comics dargestellt bekamen.
Jedenfalls war Chewbaccas Tod für mich nichts Neues, ich hatte es bereits verarbeitet. Daher empfand ich die Stellen, in der er starb, eher als "befriedigend", denn: Chewie starb als Held. Ohne zu viel Inhalt verraten zu wollen: Er rettete den Sohn seines besten Freundes auf einem zum Untergang verurteilten Planeten. Es brauchte einen abstürzenden Mond, um Chewbacca zu töten. Wenn das nicht episch ist!

Gleichzeitig sollte Chewbaccas Tod eine neue Ära in Star Wars einläuten. Es war quasi der erste Mitesser, der die Pubertät ankündigte: Star Wars wurde düsterer, erwachsener. Bis dato herrschte die übliche Märchenerzählung vor. Der Held muss Prüfungen durchstehen, bei dem vielleicht ein paar Gefährten mal auf der Strecke bleiben, aber am Ende rettet er den Tag oder die Prinzessin.
In "Das Erbe der Jedi-Ritter" ist damit Schluss! Hier sollte gezeigt werden: Auch die Hauptcharaktere können sterben. Ich finde diese Einstellung nicht falsch, das sorgt generell für mehr Spannung, denn man weiß nicht sicher, ob der Held diese Schießerei im zweiten Kapitel wirklich überlebt. Und da die neuen Star-Wars-Romane eher Ensemble-Stücke sind, wäre es auch nicht das Ende des Romans, stürbe einer der Charaktere.

Eine Sache, die mir nicht gefällt: Der Titel ist nichtssagend. Abtrünnige? Welche Abtrünnigen? Im gesamten Roman kommt mir hier nichts so vor, als könnte es diesen Titel rechtfertigen. Die Übersetzung ist soweit in Ordnung, wenngleich mich seinerzeit beim ersten Lesen (um 2001) die Frage- oder Ausrufezeichen am Ende der parenthetischen Nebensätze irritierten. Seit Jahren benutze ich sie allerdings auch selbst.


Kurzbewertung

Ein solider Start in die neue Ära!

Sonntag, 2. Oktober 2011

[Rezension] "Die Stahlhöhlen"

(München 2003; Verlag Heyne; Autor: Isaac Asimov; Übersetzer: Heinz Nagel; 552 S.; 8,95 €)


Klappentext

DIE STAHLHÖHLEN

Zwei Romane aus Isaac Asimovs legendärem Foundation-Universum.

Die Erde ist hoffnungslos überbevölkert. Die Menschen leben in überkuppelten Ballungsräumen, den „Stahlhöhlen“. Niemand käme mehr auf den Gedanken, sich im Freien aufzuhalten. Im Gegenteil – bei manchem führt der Anblick des offenen Himmels zu Angstzuständen. Anders die „Spacer“, die in den Weltraum aufgebrochen sind. Sie sind es so sehr gewöhnt, auf dünn besiedelten Planeten zu leben, dass ihnen die physische Gegenwart eines anderen Menschen Unbehagen einflößt und allein der Gedanke, Luft einzuatmen, die ein anderer schon in den Lungen hatte, einen Anflug von Ekel auslöst.

Rezension

Dieses Buch enthält zwei Romane von Isaac Asimov: "Die Stahlhöhlen" (1954) und "Die nackte Sonne" (1957). Beide sind inhaltlich miteinander verknüpft und Lije Baley ist der eindeutige Hauptcharakter der Geschichten.

Nun, was kann ich dazu sagen? Die Originalromane stammen aus den 1950ern und vom allmächtigen Asimov selbst - einem der Urväter der modernen Science-Fiction. Das allein sollte schon sagen, dass es gutes Material ist.
Bis auf die üblichen Schwächen, die ich bei Asimov häufiger bemerkte - das Voranstellen der Geschichte vor die eigentlichen Charaktere - kann man hier zwar auch an einigen Stellen erkennen, aber der Charakter Baleys erfährt eine eindeutige und drastische Reife. Die Figur wächst und verändert sich.

Kurzbewertung

SciFi und Krimi - sie können zusammenpassen!

Donnerstag, 29. September 2011

[Rezension] "Star Wars: The Force Unleashed II"

(Stuttgart 2010; Verlag Panini; Autor: Sean Williams; Übersetzer: Andreas Kasprzak; 380 S.; 9,95 €)


Klappentext

Angesiedelt in der bisher kaum beleuchteten Ära zwischen Episode III und Episode IV, verspricht der offizielle Roman zum Star Wars Computerspiel atemberaubende Action und zieht den Leser endgültig in den Bann von Starkiller, dem geheimen Schüler des Dunklen Sith-Lords Darth Vader! STAR WARS: The Force Unleashed erschien 2008 und ist das bislang erfolgreichste STAR WARS-Videogame. Umfassende Marketing-Kooperation mit Activision Blizzard, dem dt. Publisher von STAR WARS: The Force Unleashed 2.

Rezension

Das Schöne an dieser Rezension: Sie wird kurz. Das Schlechte an dieser Rezension: Sie wird kurz. Denn ich verweise an dieser Stelle auf meine Besprechung des Vorgängerromans, "Star Wars: The Force Unleashed". Das Dumme ist nämlich: auch die Fortsetzung krankt an fast denselben Schwächen wie der Vorgänger.

Doch die größte Schwäche von "The Force Unleashed II" - eine zu kurze und verschenkte Handlung - kommt dem Roman zugute. Denn weil das Quellenmaterial zu wenig Inhalt hergibt, muss Sean Williams selbst dazu erfinden. Und so erleben wir Juno Eclipse, die Hauptfigur im Roman, wie sie ein Abteneuer auf Admiral Ackbars Heimatwelt Dac unternimmt. Inzwischen ist ein Jahr seit den Geschehnissen vom ersten Roman verstrichen und Junos Liebesgefühle für Starkiller sind zwar anschaulicher und nachvollziehbarer formuliert, aber auch nur, wenn man vergisst, dass sie auf Nichts basieren.
Mit anderen Worten: Vergisst man die Handlung des ersten Teils, kann man den zweiten mehr genießen. Denn obwohl auch hier wieder Sturmtruppen und bewaffnete Aliens von Starkiller durch die Luft geworfen werden, tut seine Abwesenheit in der ersten Hälfte des Romans der Geschichte mehr als gut. Williams bringt alles in einem kleineren Rahmen unter und damit wird alles viel glaubwürdiger. Nicht etwa fehlende Epik ist der Grund dafür, sondern das Fehlen übertriebener Epik.

Kurzbewertung

Dem ersten Roman vorzuziehen, aber im Gesamteindruck nur für Fans empfehlenswert.

Mittwoch, 21. September 2011

[Reihe] Es wird Zeit für etwas Neues ... Jedi

Jeder meiner Blog-Leser weiß, dass ich Science-Fiction-Fan bin. Auf der Blogseite Über mich habe ich dies hervorgehoben, doch ich denke, meine Leseliste gibt das nur unzureichend wider. Insbesondere meine Affinität zu Star Wars möchte ich stärker hervorheben.

Da ich in den letzten Monaten immer etwas hin und hertingelte, was meine zu lesenden Bücher angeht, möchte ich nach dem Konsum des aktuellen Schmökers mit etwas beginnen, das es mir seinerzeit sehr angetan hatte und das mich über viele Jahre begleitete: "Das Erbe der Jedi-Ritter
Ich will alle 19 Bücher der Romanreihe noch einmal lesen! Warum will ich das? Obwohl viele Gründe dagegen sprächen - denn Literatur zu Star Wars ist ebenso Merchandise wie eine Actionfigur und damit oftmals fast Wegwerfgut gleichzusetzen - will ich die Romane aus reiner Nostalgie noch einmal durcharbeiten, sie für meinen Blog aufbereiten und damit auch meinen Lesern näherbringen.

Ein paar Fakten: Die Reihe "Das Erbe der Jedi-Ritter" - im englischen Original "The New Jedi Order", häufig als NJO abgekürzt - erschien beim Verlag Del Rey in den USA von 2000 bis 2004; also im Kielwasser der neuen Star-Wars-Trilogie (1999, 2002, 2005). Somit war sie Brückenbauer gewesen, um die schriftstellerischen Interpretation der alten Filme mit denen der neuen Filme zu verknüpfen. 
Denn alle Romane, Comics und Videospiele sind (mit internen Abstufungen) genauso offiziell wie die Kinofilme selbst und müssen immer wieder in Einklang gebracht werden. Dabei kam es schon vor, dass ganze Comics und Romane Widersprüche aus den Filmen behandelten. So wurde aus dem von Mace Windu erwähnten "Grenzkonflikt auf Ansion" ein eigener Roman und die 1.000-jährige Geschichte der Galaktischen Republik, die den 1.000 Generationen (25.000 Jahren) früherer Quellen widersprach, wurde in mehreren Comic- und Romanreihen behandelt.

In Deutschland erschien die Reihe übrigens beim Blanvalet-Verlag von 2000 bis 2007. Ich behandle folgend auch die deutschen Ausgaben, da ich diese bei mir im Regal habe. Hier die komplette Liste:

1. Die Abtrünnigen
2. Die schwarze
Flut
3. Das Verderben










4. Der Untergang
5. Die letzte Chance
6.Planet der
Verlorenen










7. Anakin und die
Yuuzhan Vong
8. Die Verheißung
9. Das Ultimatum










10. Jainas Flucht
11. Rebellen-
träume
12. Aufstand der
Rebellen










13. Verräter
14. Wege des
Schicksals
15. Die Ruinen
von Coruscant



16. Der ver-
schollene Planet
17. Wider alle
Hoffnung
18. Die letzte
Prophezeiung











19. Vereint
durch die Macht